Roadtrip nach Spanien 

 mit dem Vito nach Westen



Die Coronazeit lässt Reisen nur noch zu unter erschwerten Bedingungen zu. Eine normale Reise mit Hotel war im Mai 2021 schier unmöglich.

Ich hatte das Glück das wir im Betrieb einen alten Mercedes Vito haben der wenig benutzt wird, somit bin ich auf die Idee gekommen mir diesen als Camper für ein paar Reisen um zu bauen. Einen kleinen Bericht über den Ausbau  könnt Ihr HIER lesen.


 



Nach wenigen Wochen habe ich den Vito soweit umgebaut das es " on the Road " gehen konnte.





Mein erstes Ziel, bevor es überhaupt auf Reisen gehen konnte war der Nürnberger Flughafen. Hier musste ich einen PCR Test machen - Den ohne diesen war mir eine Einreise nach Frankreich und Spanien nicht möglich. 

Überhaupt verlangte die Reise mehr Planung als sonst. Der Test durfte bei Ankunft in Spanien nicht älter als 72 Stunden sein. In Frankreich war zu dem Zeitpunkt eine Ausgangssperre von 19 Uhr bis 6 Uhr morgens. Somit war auch eine Fahrt nach 19 Uhr auf der Autobahn verboten. Ebenso mussten verschiedene Papiere ausgefüllt und mitgenommen werden. 

Bei der Rückreise ebenso das gleiche Spiel plus eine Digitale Reiseanmeldung für Deutschland. hier war der Zeitplan noch enger, den der aktuelle PCR Test aus Spanien durfte bei Einreise nach Deutschland nur 48 Stunden alt sein. Ihr seht schon es war mit viel Planung und Vorsorge verbunden, um überhaupt zu verreisen.




Nach meinem PCR Test machte ich mich sofort auf dem Weg in die Schweiz, den dort wollte ich auf das Ergebnis warten und von Genf aus habe nur ca 600 KM bis zur Spanischen Grenze. Meine Strecke führte mich über die A6 bis zum Autobahnkreuz Walldorf hier fuhr ich auf die A5 bis nach Basel zu Schweizer Grenze. Natürlich tankte ich kurz vor der Grenze den Vito noch mal komplett auf so musste ich nur noch einen halben Tank in Frankreich füllen um bequem nach Spanien zu kommen wo der Liter Diesel 1,04 kostete. 



Ohne jegliche Grenzkontrollen passierte ich die Grenze und fuhr auf direkten Wege nach Bern. Dort erwartete mich schon mein Hobbyfreund Harry im Einkaufszentrum Westside



Wir sind dann mit der S Bahn in das Stadtzentrum gefahren und haben in der Pizzeria Rialto ausgezeichnet gegessen. In Deutschland war zu diesem Zeitpunkt noch alles geschlossen. Hier in der Schweiz waren Einkaufszentren und Wochenmärkte offen - Die Städte waren voller Menschen und es war ein unbeschreibliches Gefühl mal wieder in einem Restaurant zu sitzen. Auch hier nochmals vielen Dank Harry für den schönen Tag in Bern.



Leider ging der Tag so schnell zu Ende, und ich musste mich auf den Weg machen in Richtung Französischer Schweiz - Im Seeland ging es zum Rastplatz Aire de la Broye bei Lully Provinz Freiburg hier verbrachte ich meine erste Nacht.




Ich verbrachte hier eine angenehme ruhige Nacht, und machte mich noch vor Sonnenaufgang zum Naturschutzgebiet Reserve Naturelle Creux de Terre auf.



Der Creux de Terre ist der wichtigste Sumpf in der Orbe-Ebene, die inzwischen fast vollständig entwässert ist. Im Herbst ist es eine der besten Zwischenstopps für Watvögel in der Schweiz (Bekassine, Flussuferläufer, Temminckstrandläufer und viele andere )  Es ist auch der Lebensraum von Eisvogel verschiedene Reiher und der seltenen Sterndommel. Das Vorhandensein dieses seltenen Vogels, der hinsichtlich der Qualität seines Biotops anspruchsvoll und störungsempfindlich ist zeigt, wie wichtig dieses kleine Naturschutzgebiete ist




Das Naturreservat liegt genau am Autobahndreieck ( A 1 / A 9 ) Zufahrt über Chavornay

Parkplatz ist dann direkt unterhalb der Autobahn









Leider war das Wetter bei meinem Besuch sehr schlecht so das ich nur wenige Vögel vor die Kamera bekommen habe, der Besuch hat sich für mich aber trotzdem gelohnt und ich werde sicher hier noch mal vorbei schauen. Besuch für Herbst ist eingeplant.





Als ich meine Emails checkte staunte ich nicht schlecht, habe ich doch schon am frühen Morgen mein Test Ergebnis erhalten. Ich rechnete eigentlich mit 36 Stunden. Doch nun konnte ich bereits heute noch nach Spanien fahren. Der besuch in Genf war somit hinfällig. Ich machte mich zurück auf den Weg zum Parkplatz verstaute meine Sachen und machte mich also direkt auf den Weg zu Französischen Grenze und dann weiter nach Spanien. Das schlechte Wetter machte mir die Entscheidung wirklich einfach.




Die Route, 700 KM waren leicht zu schaffen an einem Tag.



Und gegen 18 Uhr erreichte ich den Campingplatz L Albera in Capmany Spanien. Er bietet sich sehr gut an für einen Zwischenstopp von und nach Spanien. Leider verfolgte mich das schlechte Wetter durch ganz Frankreich und auch in Spanien hatte ich die ganze Nacht durch Regen.




Besondere Überraschung am Morgen - Als ich die Tür von meinem Bus aufmachte sah ich einen Wiedehopf keine 10 Meter entfernt auf Futtersuche. Meine erste Vogelsichtung in Spanien. Da fängt der Urlaub ja gleich gut an ! Und ich musste sofort an Harry denken - Er sagte mir noch bei unserem Treffen in Bern - Roman du wirst bestimmt einige Wiedehopfe vor die Linse bekommen ! 





Gegen 9 Uhr machte ich mich auf den Weg zum ersten Ziel meiner Reise, 

dem Ebro Delta. Die 300 Km hatte ich in gut 3 Stunden geschafft. Kurz hinter Barcelona ist dann tatsächlich nach 2 Tagen Regen endlich die Sonne raus gekommen.



Ich hatte mir vorab schon einen Stellplatz reserviert auf dem Campingplatz Ampolla Playa. Das war auch eine sehr gute Entscheidung den zu meiner Überraschung war dieser bis zum letzten Platz gefüllt. Es war das 1.Mai Wochenende und ganz Katalonien schien auf dem Campingplatz zu sein. Allerdings legte sich das zum Montag wieder und die restlichen Tage war fast nichts mehr los. Nur ein paar Deutsche, Schweizer und Spanier waren noch übrig geblieben.







In den nächsten Tagen erkundete ich das Ebro Delta und seine Artenreiche Vogelwelt. In diesen verschiedenen Biotopen im Naturpark Ebrodelta leben bis zu 350 verschiedene Vogelarten. Manche von ihnen überwintern hier, eine Vielzahl nutzt das Delta als Rastplatz auf ihrem Weg nach Afrika, andere verbringen ihr ganzes Leben zwischen Reisfeldern, Lagunen und Mittelmeer




Das Delta ist ein wundervoller Ort. Einzigartig auf der Welt -  Durch den Eingriff des Menschen in die Natur ist es  nicht zu einem Artenrückgang gekommen, es wurde ein Paradieses für Flora und Fauna erschaffen, das zu Recht als Naturpark Ebrodelta unter Schutz steht.




Bis zum 19 Jahrhundert wurde das Delta nur als Weideland genutzt, denn auf dem salzhaltigen Boden war eine herkömmliche Landwirtschaft nicht möglich. Nach der Idee mit dem Reisanbau wurde viel Süßwasser aus dem Fluss ins Delta umgeleitet und so wurde es zu dem was es jetzt ist, eine faszinierente Vielfalt von Lebensräumen für Vögel, Fische und Amphibien



Ein extra Reisebericht zum Ebro Delta folgt im Blog - und ist dann auch - HIER - zu finden



Playa del Trabucador






Nach 4 Übernachtungen, die wirklich nicht ausreichen um das ganze Delta zu erkunden ging es über Tortosa durch den National Park Serres de Cardo-el Boix nach Belcite. Und von dort aus weiter über Alcaniz nach Belchite.




Mein erster Halt war die alte katalanische Bischofstadt am Ebro 

- Tortosa -  






Die maurische Burg mit der herrlichen Aussicht und die Kathedrale sind die Attraktionen der Stadt





Nachdem ich die Stadt Tortosa hinter mir gebracht habe änderte sich die Landschaft. Jetzt ging es hoch in die Berge des Parc Natural del Ports 




So schön auch Spaniens Küsten sind - Was ich nun in den Nächsten Tagen erlebte war eine absolut Atemberaubende Landschaft, die ich in dieser Form niemals in Europa vermutet habe. Ich hätte alle 5 Minuten anhalten können, so viele Motive zeigten sich mir - die es wert gewesen wären fotografiert zu werden. Was ich Euch hier zeigen kann ist also nur ein winziger Ausschnitt.




In Aragon angekommen



Mein erstes Ziel des Tages war Belcite mit seinem kleinen Fluss Matarrana dessen Flussbett ich immer wieder auf Schotterpisten durchfahren musste.



Mein nächstes Ziel ist ein Hot Spot für Vogelbeobachtungen in Aragaonien

Die Saladas von Alcaniz 







La Salada Grande hat eine maximale Länge von anderthalb Kilometern und die stehende Wasserfläche erreicht 85 Hektar, während die salzige Vegetation weitere 55 Hektar einnimmt. 



In der Vegetation findet man noch Rosmarin, Thymian und Espartales sowie Albardinalsträucher (Lygeum spartum)




Es ist ein wichtiges Brut- und Überwinterungsgebiet für die seltene Vögel in Aragon.


 Es wurde Zeit meinen Vorrat an Lebensmittel und Getränken zu kaufen, den die Stadt Alcaniz wird die letzte grössere Stadt sein in den nächsten Tagen.



Unweit der Stadt, an der Strasse N232 liegt der wunderschöne See La Estanca





Die Landschaft erinnerte ein wenig an die Toskana und je weiter ich ins Landesinnere komme, um so wärmer wurde es. Die kleinen Städte am Wegesrand lagen besonders markant und reizvoll auf Hügeln und kleinen Tälern. Es reihte sich ein Fotomotiv ans nächste.





Kurz vor Belchite bin ich dann auf Feldwegen gefahren und habe einen wunderschönen Übernachtungsplatz gefunden. Ich machte mir ein Bier auf und kochte mein Abendessen. Später genoss ich noch einen herrlichen Sonnenuntergang über den weiten Feldern Aragons 




Was für ein Ausblick !?! In der Ferne konnte ich die Schneebedeckten Gipfel der Pyrenäen sehen, und seit ich die N232 verlassen habe ich auch keine Menschen mehr gesehen. Das sollte noch oft so sein auf meiner Reise. Tagelang keine Menschen und Fahrzeuge.





Die Vögel auf den Feldern waren vor Sonnenuntergang noch zahlreich vertreten








Am nächsten Morgen machte ich mich zeitig auf den Weg um nach Belcite zu kommen.



Das kleine Dörfchen Lecera mit seinem mächtigen Kirchturm ist nur ca 15 KM von Belchite entfernt 




Belchite - Aragon - Ein Zeugnis des Spanischen Bürgerkrieges




Das Dorf Belchite eignet sich perfekt dazu die Verwüstungen des spanischen Bürgerkriegs zu sehen. Dieser schrecklichen Krieg, der Spanien von 1936 bis 1939 in zwei Lager teilte wird hier in einer Art Freilandmuseum für den Besucher nochmals lebendig. Er bietet den Besuchern die Möglichkeit mehr über diese schwierige Zeit der spanischen Geschichte zu erfahren.


 




 Belchite liegt ca.50 Kilometer von der Provinzhauptstadt Saragossa entfernt und über die A-222 gut mit dem Auto zu erreichen. Die Stadt kann auf eine lange Geschichte zurück blicken. Bereits 75 n. Chr. wurden hier erste Siedlungen errichtet. Im Laufe der Zeit wurden hier wunderschöne mittelalterliche Kirchen und Denkmäler erbaut.



Mit dem Beginn des spanischen Bürgerkriegs im Jahre 1936 wendete sich das Schicksal von Belchite. Die Stadt war genau an der Grenze zwischen den beiden Kriegsparteien und wurde zum Schauplatz einer der blutigsten Schlacht des Krieges. 

 

 


Belchite wurde 1938 vom spanischen Diktator Franco zurückerobert. Zur Erinnerung an seine Macht und als Warnung für Feinde die versuchen sich Ihn in den Weg zu stellen, lies er die Ruinen der Stadt stehen. Die Stadt existiert noch heute und dient anschaulich als Erinnerung an die Sinnlosigkeit eines Krieges.



Es gibt zwei geführte Besichtigungen: eine Tagestour  und eine Nachttour. Die Tour kostet 6 Euro 



In Belchite gibt es auch einen kostenlosen Stellplatz für Wohnmobile und Vans, hier habe ich eine ruhige Nacht verbracht. Die Stadt ist sehr zu empfehlen !



Von Belchite aus fuhr ich über Codo den Camino de Belchite a Fuentes de Ebro

 zu der Reserva Ornitológica de El Planerón





Ein absoluter Landschaftlicher Höhepunkt meiner Reise - Ich kann jedem empfehlen der dort in der Gegend ist diesen verlassenen und abgeschiedenen Weg zu fahren. Nicht nur Landschaftlich sehr reizvoll, besonders die Flora und Fauna ist hier einzigartig. Ich habe selbst noch nie von dieser abgelegen Strasse ( die eigentlich ein Feldweg ist ) gelesen. Es war ein absoluter Glücksfall hier her zu kommen.

Ich habe den ganzen Tag die Gegend hier erkundet und keinen einzigen Menschen getroffen.




 


Das Gebiet hinter Codo bis hinunter zum Fluß Ebro ist eigentlich unbesiedelt es gibt ein paar verlassenen Höfe und einen Schweinemastbetrieb.



Auch ohne 4x4 Fahrzeug ist der Weg gut zu befahren 



Am Wegesrand habe ich ein Paar großer wunderschöner Perleidechsen gesehen, leider sind die Tiere sehr scheu und schauten nur mal kurz aus ihrem Bau.



neben den Rötelfalken waren hier auch Bussarde und viele Gänsegeier in der Luft zu sehen.



Was für eine faszinierende Landschaft 

 In Europa sonst nirgendswo anders zu finden. Nein wir befinden uns nicht in der Serengeti dem Süd Westen der USA oder Australien - Das hier sind die Tafelberge von El Planeron.



Kurz vor der Stadt Quinto, sah ich sehr viele Geier in der Luft kreisen, das musste ich mir natürlich genauer anschauen. Umso näher ich gekommen bin umso mehr Geier waren zu sehen.



Der Grund der bei weitem über Hundert Geiern war schnell zu sehen, es handelte sich um eine Schweinemast. Die Vögel sind sehr clever. Wie mir ein Bauer erzählte, haben die Tiere gelernt die Container mit den Schlachtabfällen und verstorbenen Tieren zu öffnen und haben sich so eine Reichhaltige Nahrungsquelle erschlossen. 


 Mein heutiges Ziel war der Campingplatz La Estepa

 in Valfarta einem kleinen Dörfchen mit 90 Einwohner am Rande der Steppe



 Der Campingplatz stellte sich als wahrer Glücksgriff heraus. Er sollte meine Basis für die nächsten 5 Tage werden



Im Kirchturm von Valfarte brüten neben Rötelfalken auch ein Schleier Eulen Paar seit vielen Jahren. Nach Erzählungen einer älteren Dame im Dorf kommt es wohl öfter mal vor das eine junge Eule bei den ersten Flugversuchen mal auf dem Dorfplatz landet. Die Bewohner sagen in einem solchen Fall dem Küster bescheid, der sie wieder oben zum Nest setzt.




 Gleich neben dem Campingplatz fängt die Steppe Aragons an In Sichtweite ist auch eine Brut Kolonie Rothals Ziegenmelker zu finden. Es handelt sich um Nachtschwalben, die Zugvögel überwintern im westlichen Afrika rund um das Niger Delta.





Auch eine Bienenfresser Brutkolonie befindet sich gleich neben dem Campingplatz. Am Tage sieht man die Vögel ständig umher fliegen.






Der Campingplatz liegt Ideal als Basis, um die Gegend zu erkunden. Die Landschaften sind hier so unterschiedlich das einem selbst nach einer Woche hier nicht langweilig werden kann.



 Tagesausflug  nach Sastago am Ebro 

 



Sástago ist eine spanische Gemeinde in der Provinz Saragossa der Autonomen Region Aragonien. Sie liegt in der Comarca Ribera Baja del Ebro am Ebro.


Selbst in der Stadt fliegen die Greifvögel und gehen auf die Jagd






Hier hat der Ebro noch einige kleine Nebenarme 







 

Die Wüste von Los Monegros



Die Monegros-Wüste oder Desierto de los Monegros ist eine Halbwüste in Aragón im Nordosten Spaniens und erstreckt sich über die Provinzen Saragossa und Huesca. 




Es ist eine halbtrockene Zone, die häufig Dürren ausgesetzt ist


Es ist eine der erstaunlichsten Regionen die man so ehr in Australien oder dem Südwesten der USA erwartet. Das Gebiet von Los Monegros ist eine immense Stein- und Sandwüste auf halbem Weg zwischen Huesca und Saragossa.










Obwohl die Wüste von drei Flüssen durchquert wird, die einige abflusslose Seen, Lagunen oder Salzseen bilden (beispielsweise die von Playa und Sariñena), herrscht in der Wüste von Los Monegros ein trockenes Wüsten Klima. In dieser von ausgedehnten Wüstenebenen dominierten Landschaft leben unzählige, aufgrund der besonderen Gegebenheiten dieser Hochebenen weltweit einzigartige Arten.



 

In der Wüste lassen sich herrliche Wanderungen in den ausgetrockneten Flussbetten machen.




Seit ich von der Küste weg gefahren bin, habe ich meistens kleine Nebenstraßen und Agrarwege befahren. Ich habe auf diesen kleinen Strassen Stundenlang niemanden gesehen, keine Autos keine Bauern absolut Menschenleer. Ich hätte mir niemals gedacht das sowas hier in Europa möglich ist. Besonders habe ich die absolute Ruhe genossen. Sobald ich mich irgendwo hin gestellt habe und der Motor war aus, war absolut nichts mehr zu hören - Nur der Wind und ab und zu mal ein Vogel. Auch Nachts war es immer wahnsinnig ruhig, schon ungewohnt für einen Stadtbewohner.










Die einzigen Ansiedlungen die ich hier gesehen habe außerhalb der Dörfer, waren meistens verfallen oder kurz davor.





Besonders beeindruckend waren die wunderschönen Sonnenuntergänge in der weiten Landschaft, die ich jeden Abend vor meinem Camper genießen durfte



In den nächsten Tagen habe ich mir die schönsten Vogel- und Naturbeobachtungsorte in der Umgebung angesehen


Die Saladas die Chiprana bei Caspe in Aragoninen




Die Salada de Chiprana ist der einzige permanente Salzsee in Westeuropa, was ihn zu einem der Juwelen des Naturerbes von Aragon macht. Es ist in das internationale RAMSAR-Übereinkommen zum Schutz von Feuchtgebieten aufgenommen. Es nimmt eine Fläche von 154,8 Hektar ein. Es hat eine wichtige Brutpopulation von Brandgans und viele andere Vögel sind zu sehen. Zum Beispiel Kornweihe, Wiesenweihe und Stelzenläufer




Auch auf den unbefestigten Feldwegen in Aragonien konnte man immer wieder herrliche Naturbeobachtungen machen. Hier die einzelnen Fundorte auf zu zählen würde den Rahmen sprengen. Es gibt wirklich überall was zu finden, einfach Augen offen halten.



Der Schlangenadler ist ein eher großer, langflügeliger Vertreter der Gattung Schlangenadler innerhalb der Familie der Habichtartigen. Als einzige Art der sonst nur in Afrika südlich der Sahara vorkommenden Gattung brütet der Schlangenadler auch in Europa und in Zentralasien


Der Zwergadler ist ein mittelgroßer Greifvogel aus der Familie der Habichtartigen.



Mittelmeersteinschmätzer

(Oenanthe hispanica)


Europäischer Fransenfinger

(Acanthodactylus erythrurus)



Mauremys leprosa ssp. leprosa

Maurische Bachschildkröte 




Aragonien das Land der Störche - Nirgendswo sonst habe ich so viele Störche gesehen wie hier - Selbst im Burgenland sind es weit aus weniger als hier in den Auen des Ebro`s


Schmutzgeier

(Neophron percnopterus)




Eigentlich sollte es nach der Woche hier in Aragonien noch in die Pyrenäen gehen, doch das Wetter machte mir selbst im Mai noch einen Strich durch die Rechnung - Es gab dort nochmals kräftig Neuschnee und darauf war ich mit meinem Vito einfach nicht vorbereitet - Auch wäre es mir zu viel Kontrastprogramm aus den 30 Grad in den Steppen hoch bei Minusgraden in den Bergen musste dann doch nicht sein. Somit änderte ich meinen Plan und besuchte die  Steppe bei Leida in Katelonien. Auf dem Weg dorthin bin ich noch an einigen Seen vorbei gekommen.



Das Naturschutzgebiet Mas de Melons-Alfés bei Leida




Es handelt sich um einen landwirtschaftlichen und tierischen Naturraum, der hauptsächlich von Getreide und teilweise von Olivenbäumen bevölkert wird. Es gibt zahlreiche Geflügel-, Rinder- und Schweinefarmen in der Gegend. Er verfügt auch über eine außergewöhnliche floristische und faunistische Einzigartigkeit und ist das beste Beispiel für die Steppenlandschaft des Landes



Die Timoneda d’Alfés, eine Ebene mit einer sehr kurzen krautigen und strauchigen Vegetation, ist ein Gebiet von sehr hoher pflanzlicher Einzigartigkeit im Kontext des Landes. Floristisch gesehen gibt es interessante Pflanzen wie Sideritis scordioides var. cavanillesii (Gliedkraut), Narcissus dubius, Helianthemum hirtum (Sonnenröschen), Hippocrepis cosmosus subsp. scabra (gewöhnlicher Hufeisenklee).



Der Naturraum ist bemerkenswert für die Unterbringung der einzigen Brutpopulation des Schwarzstirnwürgers (Lanius minor) in Katalonien und Spanien sowie fast der gesamten katalanischen Spießflughuhn-Population (Pterocles alchata). Neben anderen Vogelarten, ist es auch die Heimat für eine der wichtigsten Populationen der Triele (Burhinus oedicnemus) und der Blauracken (Coracias garrulus).



Mein nächstes Ziel war der Naturschutzpark Vulkane der Garrotxa







Eine wunderschöne Landschaft mit vielen Vulkankegeln, Lavaströmen, Naturschutzgebieten, mittelalterlichen Burgen und Dörfern. Der Naturschutzpark wurde 1982 von der katalanischen Regierung ausgewiesen. Er hat eine Ausdehnung von 120 km² und umfasst elf Gemeinden, mehr als 40 Vulkane, mehr als 20 Lavaflüsse und integriert 20 verschiedene Naturschutzgebiete. Alle Vulkane gelten als inaktiv, aber nicht als erloschen. Der letzte Ausbruch eines dieser Vulkane liegt ca. 10.000 Jahre zurück. Die größte Gemeinde, die Stadt Olot (30.000 Einwohner), liegt etwa im Zentrum des Naturschutzparks



In einem Brunnen am Wegesrand habe ich ein Quellmoos gefunden und mir ein wenig mit nach Hause genommen. Das Moos wächst sehr gut und scheint recht robust zu sein.




Castellfollit de la Roca






Die Stadt zählt zu den malerischsten Orten Kataloniens. Kirche und Häuser des zwischen den Flüssen Fluviá und Toronell gelegenen Ortes Castellfollit erheben sich über einer eindrucksvollen Basaltwand – eines der bekanntesten Motive der Region. Die mittelalterliche Altstadt besteht aus Plätzen und engen, schattigen Gassen.






Ein weiteres Tagesziel war die wunderschöne Stadt Besalú


Besalú liegt auf einer felsigen Anhöhe auf dem Nordufer des Río Fluvià am Fuße der spanischen Pyrenäen etwa 33 Kilometer (Fahrtstrecke) nordwestlich von Girona bzw. etwa 25 Kilometer südwestlich von Figueres in einer Höhe von etwa 150 Metern ü. d. M.


Hier habe ich auch wieder eine kostenlose Nacht auf den Örtlichen Übernachtungsparkplätzen für Wohnmobile verbracht. Das ist in Spanien eine tolle Sache ! Auch hier war der Platz wieder in Zentrums nähe und sehr gut gepflegt.



Mein letztes Ziel in Spanien war wieder der Campingplatz in Campany. Hier werde ich übernachten bis mein Covidtest für die Einreise nach Frankreich und Deutschland fertig ist. 



Die Gemeinde ist landwirtschaftlich geprägt und es werden überwiegend Weinstöcke kultiviert. Die geernteten Weintrauben werden in örtlichen Weinkellereien zu Wein und Cava weiterverarbeitet und unter den garantierten Herkunftsbezeichnungen Empordà und Catalunya in den Handel gebracht; unter anderem ist die über Katalonien hinaus bekannte Weinkellerei Grup Oliveda in Capmany ansässig, die auf ihrem Firmengelände auch ein Weinmuseum beherbergt



Der Campingplatz liegt ideal unweit der Grenze zu Frankreich und bietet sich an zu einer Zwischenübernachtung bei der Hin und Rückfahrt . Es gibt hier auf dem Campingplatz viele seltene Vögel zu beobachten - Alleine das ist schon einen Besuch wert.


Meinen Covidtest machte ich bei einem Arzt in Empuriabrava am Golf von Roses. Ohne diesen war eine Einreise nach Frankreich und auch Deutschland nicht möglich. Ich konnte ohne Termin in die Praxis und es ging wirklich sehr schnell. Schon am Abend hatte ich mein Testergebnis via Whatsapp bekommen und konnte am nächsten Morgen zeitig aufbrechen. Denn in Frankreich habe ich noch einen Stopp eingeplant.



Am letzten Abend gab es noch mal ein leckeres Steak und ein paar kühle Bierchen 



Zum Glück hatte ich mich an die Gesetze gehalten und konnte einen PCR Test vorweisen - Ich wurde in Frankreich zweimal kontrolliert . Direkt an der Grenze zu Spanien und einmal kurz vor der Schweizer Grenze. An der Spanischen Grenze habe ich einige Schlaumeier gesehen die wieder zurück nach Spanien fahren mussten. 




Das Ziel in Frankreich war der Pont du Gard 


 



Der Pont du Gard ist ein römischer Aquädukt im Süden Frankreichs auf dem Gebiet der Gemeinde Vers-Pont-du-Gard im Département Gard. Die Brücke ist von beeindruckender Höhe und stellt einen der am besten erhaltenen Wasserkanäle aus der Römerzeit in Frankreich dar. Der Pont du Gard zählt zu den wichtigsten erhalten gebliebenen Brückenbauwerken der antiken römischen Welt und ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Südfrankreichs.



Nach ein paar Stunden vor Ort bin ich dann weiter gefahren und schaffte es auf einen Zug durch die Schweiz bis nach Lörrach in Deutschland - Wo ich eine ruhige Nacht in einem Industriegebiet bei Regen verbrachte.



Am nächsten Morgen fuhr ich dann über dem Feldberg und der A81 zurück ins Frankenland.


Es war eine wunderschöne Reise - Spanien war einfach SUPER ! Und schreit nach einer Wiederholung. 

Ich hoffe ich konnte Euch mit dem kleinen Reisebericht ein paar Tipps und Anreize geben. Wenn Ihr weitere Fragen habt könnt Ihr euch gerne bei mir melden.



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