Sambafisch - Aquaristik & Reisen 

Africa for Beginners

wird Namibia auch genannt und ist somit genau das Richtige für uns.

Zugegeben Afrika bzw. Namibia stand nie auf meiner Reise Agenda, doch die Vorkommnisse in Mexiko machten eine geplante Reise dorthin unmöglich. Meine Reisepartner sagten ab, oder wollten sich nach anderen Zielen umschauen. 

So stand plötzlich Namibia im Raum, und nach einigen Stunden im Internet haben wir dann beschlossen  

- Wir fliegen ins südliche Afrika -

Flüge, Mietwagen und Hotels in Mexico wurden alle gecancelt und für Namibia gebucht. Es konnte also losgehen - doch dann wurde es Januar und auf einmal stand auch Namibia auf der Kippe. Es war wirklich, wie verhext ! Da unser Flug über Addis Abeba in Äthiopien geht und sich dort gerade ein Krieg entwickelt war uns schon hier nicht ganz klar, ob der Flug überhaupt möglich ist, und als dann auch noch Südafrika die Omikron Variante meldete und das ganze südliche Afrika plötzlich Virusvariantengebiet wurde, sahen wir uns schon im Nürnberger Zoo um dort Giraffen und Löwen zu beobachten.

Doch zum Glück haben wir nicht wie viele die Flüge und Hotels storniert - sondern gingen auf Risiko, was sich dann als die absolut richtige Entscheidung herausstellte. Vor der Reise mussten noch die Coronaauflagen für die Einreise in Namibia erledigt werden. Dazu gehörte ein Covid Test bei einem zertifizierten Labor von Trusted Travel Africa und viele Formulare und eine vorab ausgefüllte Reiseroute mit den vor gebuchten Unterkünften. 

Das Ganze war zwar ein ganz schöner Aufwand, aber zu bewältigen - davor sollte man sich nicht abschrecken lassen.


Namibia wir kommen ! 



Unser Flug nach Windhoek über Addis Abeba ging erst am späten Abend, so konnten wir gemütlich mit dem eigenen Fahrzeug anreisen. Die leeren Gänge und der fast leere Flughafen gab uns schon einen Vorgeschmack auf das, was uns noch auf unserer gesamten Reise begleiten wird. 



Der Check-in war schnell erledigt und das Flugzeug nur zu ca 60 % mit Passagieren besetzt 



Nach dem Start wurde das Abendessen serviert, den Film habe ich nur noch bis zu Hälfte geschafft. Als ich aufwachte brach der Tag heran und die 7,5 Stunden Flug nach Äthiopien waren geschafft.





Nach 2 Stunden auf dem Bole International Airport ging es für uns weiter nach Windhoek. einmal quer über Afrika vom Nord-Osten bis in den Südwesten. ich hatte mir extra einen Fensterplatz genommen. Das Wetter machte zum Glück mit und ich konnte durch das leider schon sehr blinde und zerkratzte Flugzeugfenster einige Bilder von den grossen Seen Afrikas machen. Angefangen hat es mit dem Abaja See mit der Insel Hano - über das Hochland Äthiopiens zur Wiege der Menschheit dem Tarkuna See ( Rudolfsee ) 

Danach folgte der grösste See Afrikas - der riesige Viktoriasee an seinen Ufern leben mehr als 30 Millionen Menschen auch die Grösse von der Fläche Bayerns zeigt wie risig dieser See ist. 

Danach folgte mein perönliches Highlight des Fluges der Tanganjika See ! und nach weiteren 3 Stunden erreichten wir dann die Kalahari und Namibia war erreicht.


In Windhuk angekommen ging es raus aus dem Flugzeug und man musste selbst über das Rollfeld zum Flughafengebäude laufen. Gangways oder Buse gibt es hier nicht. Der Flughafen ist ziemlich klein und verschlafen. 

Durch Pass und Zollkontrolle ging es relativ Fix, und auch auf unsere Koffer mussten wir nicht lange warten. Für unsere vielen vor der Reise ausgefüllten Papiere und Bestätigungen ohne die eine Einreise angeblich nicht möglich waren - Interessierte sich niemand

Geldautomat und Geschäft der MTC ( Telefongesellschaft Namibia ) war schnell erledigt. Die nette Verkäuferin wechselte meine SIM Karte und buchte mir genügend Guthaben vor 14 Tage Internet auf die Karte - Auch hier ein SUPER Service








Der Flug von Äthiopien nach Namibia war überraschend fast völlig ausgebucht. Der Grund war das 70 % der Passagiere Jugendliche der Jugendnational Teams der Schwimmer und Hockeyspieler waren, die von einer Meisterschaft zurück flogen und am Flughafen gross Empfangen wurden.





Die Übernahme des Mietwagens war auch schnell erledigt EuropeCar kann ich absolut empfehlen alles lief absolut Reibungslos ab.

Vom Schalter im Flughafengebäude ging es einfach mit dem Gepäcktrolley über die Flughafenstrasse und schon war man bei den Parklplätzen der Internationalen Mietstationen. Windhuk Hosea Kutako Airport - Ein Flughafen der kurzen Wege !



nach einem kurzen halt bei der Tankstelle am Flughafen um Getränke zu kaufen machten wir uns auf dem 45 KM langen Weg nach Windhuk zu unserer Unterkunft. Die Neugierde auf Afrika war einfach zu groß, und wir haben bei erster Möglichkeit die gut ausgebaute Schnellstraße verlassen machten einen kurzen Abstecher in die Kalahari - Afrika Luft schnuppern und Staub fressen !

Die Fotoausrüstung wurde zusammen gebaut, und los ging die Safari, ca 1,5 Stunden nach unserer Landung am Flughafen..

Unseren ersten Halt auf dem Weg zu Unterkunft machten wir am Avis Damm am Ortsrand von Windhoek. Der 1933 erbaute Damm liegt am östlichen Rand des Stadtteils Avis. Der Damm und die nahen Erosberge sind ein beliebtes Naherholungsgebiet, viele Leute gehen hier mit ihren Hunden Gassi aber es ist auch ein Eldorado für Tierbeobachtungen ( besonders Vögel ) Wir machten hier nur ca 30 min. Pause und ich hatte die Möglichkeit einige Bilder auf meinen kurzen Spaziergang zu machen. 



Es wurde langsam Zeit, und wir machten uns auf unseren Weg durch die Stadt zur Arebbusch Travel Lodge.

 Wir haben hier für die erste Nacht in Namibia ein kleines Ferienhäuschen gebucht.





Nach fast 24 Stunden auf den Beinen habe ich so schnell wie möglich meine Koffer aus dem Auto geholt und mich erstmal ins Bett gelegt. Das stellte sich später als Fehler heraus denn wir wachten zu spät auf und die meisten Restaurants in der Umgebung waren schon zu. Uns blieb praktisch nichts anderes übrig als zur nächsten Tankstelle zu fahren. Zum Glück hatte die einen Mini Spar Markt und wir konnten uns in dem kleinen Imbiss einige Pasteten kaufen. 

Zurück auf unserer Veranda haben wir uns dann noch ein paar Bierchen gegönnt.


Die Beleuchtung auf der Terrasse zog Unmengen von Insekten an, wie wir sie in Europa noch nie gesehen haben, selbst mein Travelbuddy der mit Insekten so wie ich rein gar nichts zu tun hat, hatte seine wahre Freude am finden neuer und skurriler Arten.

Das ganze sollte sich bei unserer Reise fast jeden Abend fortsetzen, Das waren jeweils super spannende Abende.




Familie Harpagophoridae


Am nächsten Morgen ging es dann endlich los - Der Roadtrip durch Namibia konnte beginnen.

unser heutiges Ziel wahr neben der Etosha Pfanne wohl das Touristen Ziel Nr. 2 in Namibia Sossusvlei in der Namib Wüste.

 Das Auto war aufgetankt und die Koffer gepackt. Die ersten 375 KM Strasse oder Pad wie es in Namibia heisst liegen vor uns. jedoch mussten wir zuvor noch in den Sparmarkt in der Maerua Mall gehen und für uns Selbstversorger Proviant einkaufen. 




Hier machten wir dann das erste Mal Bekanntschaft mit der Namibianischen Vergangenheit " Deutsch Süd West " Der Supermarkt könnte in ebenso in Kiel oder Rosenheim stehen, niemanden würde es auf den ersten Blick auffallen. Es gab alles vom Nürnberger Glühwein bis zur Pfälzer Leberwurst. Die Bedienungen an der Wurst und Bäckertheken sprachen Deutsch in Muttersprache und das Angebot war schier grenzenlos. Ich hatte schon viel über Namibia vor der Reise gelesen, aber wenn man dann dort steht kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus. 





Über eine Stunde brauchten wir bis wir unsere Sachen zusammen hatten und die Kühlboxen im Fortuner verstaut waren. 

Nun konnte es los gehen auf Pad !



Bis Rehobooth sind wir auf der B1 die von Windhoek runter bis nach Kapstadt in Süd Afrika geht schnell und bequem voran gekommen. Dann ging es weiter in Richtung Klein Aub nach Westen zu den Naukluft Bergen. Ab hier ging es dann für die nächsten Tage auf Gravel Roads weiter, diese Schotterpisten machen gut 90 % des Strassennetzes in Namibia aus.








Das Strassensystem in Namibia ist einfach zu verstehen :

A-Straßen sind Autobahnen mit mindestens zwei Fahrspuren pro Richtung und asphaltiert.

B-Straßen sind Nationalstraßen, mindestens zweispurig und asphaltiert.
C-Straßen sind Hauptstraßen und teilweise asphaltiert, sonst mit Kiestragschicht.
D-Straßen sind unterschiedlich gut gewartete Schotterpisten;
M-Straßen ersetzen beziehungsweise ergänzen teilweise die Bezeichnungen der C- und D-Straßen
F-Straßen sind schmale und nicht regelmäßig gepflegte private Zufahrtswege zu Farmen, die nicht direkt über eine der anderen Straßennummern erreichbar sind.




Unser erster Stopp war bei Conny dem Barista Namibias, bei dem es laut vielen Meinungen und Berichten den wohl besten Cafe Namibias geben soll.

Da fährt man Stundenlang über staubige Pisten und plötzlich erscheint wie aus dem Nichts ein Schild an der Strasse Connys Cafe 

Hier auf dem Gebiet einer ehemaligen Kupfermiene liegt das Farm und das kleine Cafe-Restaurant von Conny. hier fühlt man sich zurück versetzt zu den Basics . Hier wird mit Sonnenenergie gekocht und die langsame und schonende Zubereitung des Cafes kommt dem Geschmack sehr zu gute. nie würde man es für möglich halten das es in dieser Einöde eine solche Auswahl an Cafe gibt, der in der Tat absolut köstlich ist. Hier kann man noch wunderbare Gespräche führen mit den Inhabern die einem viel zu erzählen haben. ein wirklich Lohnenswerter Besuch.



Leider mussten wir uns wieder auf den Weg machen, wir hätten uns noch Stundenlang weiter unterhalten können. Doch leider hatten wir noch eine ganz schön lange Strecke zu fahren.





Unsere Unterkunft für die nächsten beiden Nächte. Die Desert Lodge in Sesriem - Kleine Bungalows in der Wüste mit einer Außenküche und einem Grillplatz




Einen Tag auf Tour und schon hatten wir einen platten Reifen. Wir hatten jedoch noch Glück im Unglück und ein Reifenwechsel blieb uns erspart, da die nächste Werkstatt nur 3 KM weit weg war und ich zu Vorsorge in Deutschland eine Akku-Luftpumpe gekauft habe. Sie war bei der Hitze jeden Cent wert so konnten wir am nächsten Morgen den Reifen wieder auf 1,8 Bar aufblasen und fuhren zur Tankstelle mit Werkstatt ohne uns die Hände schmutzig zu machen. Das gerät lässt sich über USB aufladen und ist somit auch unter der Fahrt immer verfügbar.






In Namibia habe ich die schönsten Sonnenuntergänge meines Lebens gesehen 

 Das Lichtspiel lässt sich nur begrenzt auf den Fotos festhalten



Bald geht es weiter !

 
 
 
 
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